Consumerization is not just UI Design

    Max Kellermeier  9 November 2016 14:54:26
    Ein persönlicher Eindruck

    Consumerization - aktuell einer der angesagtesten Begriffe in der Anwendungsentwicklung nach "Cloud" und "Mobile first". Doch was bedeutet es genau?

    Ein Kollege meinte ganz locker: Im Wesentlichen geht es um schöne User Interfaces. Also prinzipiell kein neues Thema, da das UI Design seit jeher zur Anwendungsentwicklung gehörte, und ein schönes, intuitiv zu bedienendes UI kennzeichnend für jede erfolgreiche Software ist. Ich stimme zu, dass das UI Design ein Teil der "Consumerization" ist. Allerdings geht es noch darüber hinaus.

    Ein schönes User Interface hat schöne Buttons, einen nachvollziehbaren Aufbau und stellt die Daten übersichtlich dar. Gerade der letzte Punkt ist allerdings häufig gar nicht so einfach zu bewerkstelligen. Häufig erhält man als Anwender weit mehr Information oder Dokumente als man gerade benötigt. Als Beispiel möchte ich hier ein Dokument nennen, dass nach seinem Zweck und seiner Zugehörigkeit im Dateisystem irgendwo abgelegt ist. Als User muss man sich nun im Dateibrowser durch unterschiedliche Ordner klicken, bis man beim gewünschten Dokument angelangt ist. Ein Doppelklick öffnet die Datei nun. Allein das Navigieren durch die Ordnerhierarchie ist schon zeitaufwendig, da ist es doch naheliegend, das irgendwie effizienter zu gestalten.



    Damit wären wir bei einer ganz konkreten Funktion, die typisch für Consumerization ist - eine Favoritenleiste. Jeder zeitgemäße Dateibrowser oder Internetbrowser hat eine solche.
    Warum ist dies wichtig für Consumerization? Beim UI Design geht es häufig darum, Daten in möglichst vielen unterschiedlichen Formen darzustellen - nach Beträgen sortiert, nach Jahr und Monat kategorisiert, nach Status eingeordnet. Jeder Nutzer bevorzugt eine andere Darstellung derselben Daten. Nun heißt das im Umkehrschluss, dass er die vielen anderen Ansichten in 90% seiner Anwendungsfälle gar nicht benötigt. Da kommt die Favoritenleiste ins Spiel. Kann er nun seine bevorzugte Ansicht, seine wichtigen Dateien oder die Ordnerpfade an einem Ort ablegen, zu dem er immer schnell Zugang hat, so muss er sich nicht durch die Hierarchie arbeiten. Natürlich muss diese im Hintergrund trotzdem bestehen bleiben, damit man auch für die anderen 10% der Anwendungsfälle diese nutzen kann.

    Neben der Favoritenleiste gibt es auch einen weiteren Ansatz, um den Zugriff auf Dateien ohne den Umweg über die Hierarchie zu erhalten. Die Idee der App. Man öffnet nicht mehr die Datei - zum Beispiel mit einem Doppelklick -  die anschließend das Programm startet, in dem sie geöffnet wird, sondern man öffnet zunächst das Programm bzw. die App, in der im Idealfall bereits Vorschläge gemacht werden für das Öffnen einer Datei. Ein Beispiel hierfür sind Fotos. Um diese möglichst geordnet abzulegen, werden auf einem PC Ordnerhierarchien angelegt. Jeder hat hierfür seine eigene Strategie, häufig aber geht es nach Datum. Auf dem Smartphone kümmern sich die meisten Nutzer kaum darum, die Fotos in verschachtelten Ordnern abzulegen. Die Fotos werden auch nicht aus einem Dateibrowser heraus geöffnet, sondern man startet die "Galerie", in der alle Fotos bereits in Miniaturansicht dargestellt werden - sortiert nach "zuletzt aufgenommen".

    Natürlich gibt es auch in solchen Apps die Möglichkeit, die Bilder zu gruppieren zu "Alben". Aber die Strukturen werden flach gehalten. Es gibt in den Standard-Foto-Apps keine Möglichkeit, "Unteralben" anzulegen - zumindest bin ich noch nicht darauf gestoßen bzw. habe es nicht benötigt. Aber je nach App sind diese Alben im Hintergrund nicht mal als Ordner im Dateisystem abgelegt. Das heißt, für eine andere App, die auf dieselben Fotos zugreift, ist die Information der Gruppierung verloren. Ob ein Ordner im Hintergrund angelegt wird oder nicht, ist je nach App unterschiedlich. Im Wesentlichen öffnet jedoch kaum ein Nutzer seine Fotos auf dem Smartphone, indem er sie im Dateisystem sucht.

    Das Konzept der app-orientierten Nutzung ist nicht immer leicht zu übertragen auf andere Dateien. Insbesondere bei Arbeitsprozessen, zu denen viele Dateien unterschiedlichen Formats gehören, ist nicht eindeutig, wie auf diese möglichst effizient zugegriffen werden kann. Ein Vorschlag meinerseits wäre, Projekte und zusammengehörige Daten, die abgearbeitet sind, nicht in der Arbeitsansicht darzustellen. Natürlich gibt es viele Projekte, die aufgrund laufender Verbesserungen nie als abgeschlossen angesehen werden können. Allerdings lassen sich diese Verbesserungsschritte in Subprojekten organisieren, die abgeschlossen werden.




    Nun klingt es so, als ob Consumerization eigentlich nur Personalisierung ist. Consumerization beschreibt meines Erachtens auch andere Elemente des Designs, die unabhängig sind vom Nutzer selbst, aber das "konsumieren" angenehmer machen. Das Nachladen von Inhalten am Ende einer Seite ist eines dieser Elemente. Früher waren die Listeninhalte von Webpages statisch, d. h. es konnte auch nur eine feste Anzahl an Einträgen dargestellt werden. Man war es gewohnt am Ende der Seite auf "Nächste Seite" zu klicken, um die nächsten 20 Suchergebnisse zu erhalten. Google bleibt diesem Prinzip treu, gemäß der Vermutung, dass man nichts findet, wenn es nicht bereits unter den ersten zehn Treffern ist. Bei einer reinen Textauflistung wie bei Google sorgt es für Ordnung. Bei mutlimedialen Inhalten wie die Timeline von Facebook lädt die Seite weitere Posts nach, wenn man bis ans Ende scrollt. Ob das automatisch passiert, oder erst durch einen Klick des Users initiiert wird, ist eine Frage des Inhalts und des Anwendungsdesigns - in beiden Fällen ist es angenehm, dass keine zusammenhangslose Trennung der Daten erfolgt und eine neue Seite geladen wird.

    Das ist mein Verständnis von Consumerization.

      Finger weg vom Notes-Client 9.0.1FP7

      Heinz Mathys  3 October 2016 09:00:00
      Bei Tests habe ich festgestellt, dass ein Dateinanhang der mittels Instruktion "NotesRichtextItem.EmbedObject" eingefügt wurde, doppelt im Notes-Client dargestellt wird - das Verhalten ist nicht immer reproduzierbar.

      Hier ein Beispiel, wie es sich dem User präsentiert:

      Image:Finger weg vom Notes-Client 9.0.1FP7
      Dieses Verhalten mit der doppelten Darstellung  (Stichwort: V2-Style-Attachment) ist ein immer noch bekanntes Problem, wenn z.B. das Notes-Richtext-Item nicht auf der Maske vorhanden ist. Es ist in diesem Fall gewährleistet, dass das Notes-Richtext-Item auf der Maske vorhanden ist und die Datei korrekt darin eingebettet ist.

      Mittels Web-Recherchen habe ich schlussendlich den Regressions-IBM-Knowledge-Base-Eintrag "LO90248: REGRESSION IN NOTES 901FP7: DUPLICATE ATTACHMENTS ICONS WHEN USING LS EMBEDOBJECT TO ATTACH FILES TO A NOTESRICHTEXTITEM" gefunden, in dem das Verhalten beschrieben wird.

      Mit dem Notes-Client 9.0.1 FP7 tritt dieses Verhalten sporadisch in verschiedenen Situationen in bestehenden und neu erstellten Dokumenten auf. Und tatsächlich, dasselbe Dokument mit dem Notes-Client 9.0.1 FP6 betrachtet weist dieses Phänomen nicht auf.

      Deshalb meine Empfehlung: Finger weg vom Notes-Client 9.0.1 FP7

        Die ETH

        Gregor Weisser  1 October 2016 09:07:37
        Die meisten ATEGRA-Fachpersonen haben an der ETH studiert. Was bringt dies unseren Kunden?

        Die ETH nimmt bei verschiedenen Hochschul-Rankings weltweit Spitzenränge ein.
        Beim bekannten Ranking "Times Higher Education" ist die ETH im Bereich Informatik neu sogar auf Platz 1.        
        Grund dafür sind Spitzenleistungen in verschiedenen Bereichen:
        • rückblickende Einschätzung der Alumni
        • Einschätzung der Unternehmen
        • Betreuungsverhältnis Dozierende zu Studierende
        • Anzahl und Qualität der Publikationen aus der Forschung sowie Reputation bei Wissenschaftlern
        • weitere

        Was bringt das unseren Kunden? Die Forschungsresultate eher wenig, da es sich oft um Grundlagen-Forschung handelt und die Projekte, die wir für unsere Kunden umsetzen wenn überhaupt, dann mit angewandter Forschung zu tun haben.

        Entscheidend dafür ist es, mit intelligentem, auffassungsstarkem Personal arbeiten zu können. ETH-Absolventen sind da ideal: Sie bringen gute Denkfähigkeiten mit, profitieren von ihren Mitstudentinnen und lernen von ihnen dazu. Die Qualität der ETH-Absolventen bringt unseren Kunden die Fähigkeit zu abstrahieren, voraus zu denken und Systeme zu konzipieren, die langfristig nutzbringend sind.

        Weiterführende Infos:  

        Die ETH publiziert eine Zusammenstellung einiger Rankings (https://www.ethz.ch/de/die-eth-zuerich/portraet/rankings.html).

        "Von den 200 besten Universitäten der Welt finden sich 7 in der Schweiz, besagt ein britisches Ranking. Die ETH Zürich ist gar unter den besten 10", schreibt die NZZ (http://www.nzz.ch/schweiz/aktuelle-themen/universitaeten-ranking-die-eth-zuerich-in-den-top-ten-1.18613512)

          Weshalb ist Machine Learning für Ihre Firma wichtig?

          Hans Hardmeier  18 August 2016 14:53:09
          Was ist Machine Learning und wie kann eine Firma es brauchen?

          Was ist Deep Learning (DL)? DL ist grundsätzlich rechnergestützte Wahrnehmung. Als Wahrnehmung definieren wir die Möglichkeit Daten zu interpretieren. Im Machine Learning (ML) unterscheiden wir zwischen supervised und unsupervised Learning. Entweder können wir direkt Daten einer bekannten (supervised) Kategorie zuordnen. Z.B. „Dieses Foto ist von meiner Tochter“, „diese Stimme ist von meiner Mutter“) oder zusammen in einer unbekannten (unsupervised) Kategorie sammeln: Z.B. „Diese zwei Personen haben den gleichen Akzent“ oder „Diese zwei Personen sind sicher verwandt“.

          Da dieses Konzept relativ abstrakt ist, kann man es überall anwenden. Wir können Algorithmen trainieren, um z.B. Spam-Mails von Nicht-Spam-Mails zu unterscheiden oder potentielle Gefahren zu erkennen. Ab hier wird es interessant.

          Mit Hilfe von Deep Learning und anderen Algorithmen können wir nahezu alles klassifizieren, gruppieren und sogar vorhersagen. DL erkennt automatisch bestimme Signale und Strukturen von den gegebenen Daten. Wenn die Parameter in der «Training»-Phase bestimmt werden, werden die Fehler der Vorhersagen anhand der Training-Daten minimiert. Dies bezeichnet man als «Optimierung».

          Daten können Bilder, Videos, DNA, Texte, Zahlenserien u.a. sein. Praktisch alles was der Mensch digitalisieren kann. Man kann nun grosse Datamengen intelligent, schnell und automatisch analysieren (viel effizienter und schneller als je ein Mensch in der Lage ist).

          Hat man die Vorhersage, kann man darauf früh und schnell reagieren. Spam-Mail  Spam-Folder, das Röntgen-Bild zeigt ein Tumor-Muster  Weiterleitung zu Experten oder weitere Tests.

          Um das zu erreichen, braucht man aber etwas Wichtiges: Daten. Heutzutage wird glücklicherweise alles digitalisiert. Es wird aber aus Platzgründen digitalisiert. Anstatt ein Buch hat man eine 145 KB Datei. Anstatt Papier-, Tinte- und Versandkosten zu decken, kann man ein E-Mail schicken. Es wird aber Zeit das Potential der Digitalisierung zu benutzen. Es gibt bereits verschiedene ML- und DL-Algorithmen um bestimmte Daten zu klassifizieren und vorherzusagen. Man braucht nur Fachkräfte, die diese Algorithmen an bestimmten Datensätze trainieren und praktisch einsetzen.

          Datenverarbeitung, Geschäftskontrolle und Geschäftsverwaltung sind die perfekte Voraussetzungen für die Erweiterung eines bisher noch nicht existierenden Markts: Intelligente Analyse. Grosse Firmen haben bereits die ersten Schritte gewagt: AMAZON Machine Learning, Microsoft Azure Machine Learning und SAS-ML-Lösung bieten diese Dienstleistungen bereits an.

          Die Deep-Learning-Firma Skymind stellte folgende Beispielliste der möglichen Anwendungen zusammen:

          Image:Weshalb ist Machine Learning für Ihre Firma wichtig?

          Sources:

          http://deeplearning4j.org/use_cases.html

          https://www.quora.com/What-are-the-practical-applications-of-deep-learning-What-are-all-the-major-areas-fields

          https://entwickler.de/online/azure-machine-learning-166738.html

          https://aws.amazon.com/de/machine-learning/details/

          http://www.sas.com/de_ch/insights/analytics/machine-learning.html

            Syntax Parsing

            Marc Heim  18 August 2016 14:19:19
            Es war schon der Traum der Visionäre der letzten Jahrhunderte: Informationsmaschinen, deren Komplexität alles bisher von Menschenhand erschaffene übersteigt, die mit ihren künstlichen Denkzentren natürlich mit Menschen kommunizieren, unsere Probleme lösen und unsere Arbeit übernehmen.

            Viele dieser Ideen sind mittlerweile mit der modernen Informatik umgesetzt und tief in unserer Gesellschaft verankert. Die Industrie erfuhr eine nie zuvor gesehene Effizienzsteigerung im Zuge der Automatisierung des ausgehenden 20. Jahrhundert, das Gebiet der mobilen Kommunikation hat die Menschheit in einer Perfektion gemeistert, die kaum Wünsche mehr offenlässt.

            Ein Thema, dass zum heutigen Zeitpunkt (kurz) vor dem Durchbruch steht, ist der natürliche Diskurs des Menschen mit dem Computer. Es wurden schon viele Systeme entwickelt, die einen menschlichen Gesprächspartner zu mimen versuchen. Einige Produkte wie Google Now, Microsofts Cortana oder Apples Siri, überzeugen mit Ihrer Spracherkennung, haben jedoch nicht den Anspruch, einen Menschen nachzuahmen. Zu starr ist ihr Verhalten, dass meist aus (raffinierten) festgelegten Frage und Antwortschablonen besteht. Zu häufig bekommt man die Antwort zu hören: „Diese Frage hat [einschlägiges Produkt] nicht verstanden“.

            Zahllose Chatbots verschiedener Forschungsteams haben sich hingegen schon am sogenannten Touringtest versucht, dessen Ziel es ist, als künstliche Intelligenz gegen einen Menschen in einem Blindtest in einem Duell anzutreten und einen Juror über eine Chatdiskussion davon zu überzeugen, dass sie der Mensch ist. Einige Chatbots haben diese Hürde schon überwunden und den Test bestanden. Beim genaueren Betrachten der Chatprotokolle stellt sich jedoch heraus, dass die Bezwinger dieses Tests bislang immer dasselbe Verfahren zur Kaschierung ihrer Schwächen angewendet haben: Wenn eine Frage nicht verstanden wurde, wurde eine an das Verhalten eines verhaltensgestörten vorpubertären Halbstarken erinnernde Trotzreaktion ausgelöst in Form von (vermeintlich) menschlich erscheinenden Gegenfragen und Themenwechseln. Diese Trotzreaktionen lassen den Chatbot menschlich erscheinen, machen ihn aber eher zu einem Problem als zu der bereits erwähnten Lösung all unserer Probleme.

            Selbstverständlich ist zur vollständigen Emulierung eines menschlichen Gesprächspartners eine sogenannte Starke KI notwendig. Die Wurzel vieler Probleme, die zurzeit den Fortschritt in diesem Bereich hemmen, liegt schon in der Fähigkeit, natürliche Sätze zu verstehen. Ein wichtiges Element in diesem frühen Schritt ist es, die Satzstruktur zu verstehen.

              Chat transcripts: Is there a better solution?

              Gregor Weisser  3 June 2016 15:17:42
              Today a chat transcript contains a chronologically sorted list of messages. The problem is, that sometimes a message posted refers to a message which has been posted several posts before so if someone reads the messages in the sequential order it is sometimes difficult to understand: one has to review older messages and try to find the one that corresponds logically.

              I propose a new function to be integrated into chat clients: A referral system which allows to post a new message with a link to a specific previous message.

              The advantage will be a better understanding of the sequence of messages. This will in fact support parallel chat message sequences.

              Let's do some definitions:
              - a chat consists of a chronologically sorted list of messages
              - the newest message is the lowermost message

              Now some new user interface actions have to be introduced:
              1. the user can click on any message and create a new message and the new message will have an implicit link to the message it is linked to
              2. the user can click on any message and tell the chat client to show only messages with links to it: this will allow to see a part of a chat conversation
              3. the user can click on any message and link it to another (older) message
              4. the links will be shown graphically so the user can see and understand the semantic links

              This additional functionality will enhance user's understanding of the messages and yet be a rather simple extension of the UI.

                Spannendes Problem, spannende Lösung

                Yanick Zeder  26 May 2016 15:57:50
                Notes DialogBox mit Richtext-Feld

                Beim Entwickeln von Notes-Applikationen gibt es häufig Situationen, in welchen es gewünscht ist, dass man dem Benutzer mittels einer DialogBox die Möglichkeit gibt Daten einzugeben oder anzupassen. Wenn man sich dabei aber nicht nur auf Text-Felder beschränken und auch Richtext-Felder benutzen möchte, stösst dabei bei Notes an seine Grenzen. Denn die Lotusscript-Funktion DialogBox() unterstützt das Rückschreiben von Richtext-Feldern in ein Dokument nicht. Das Field-Sharing funktioniert leider nicht für RichText, wie in der Lotusscript Referenz ersichtlich:

                Image:Spannendes Problem, spannende Lösungen

                Nach Recherche im Netz konnte ich keine Lösung finden welche zuverlässig funktioniert. Deswegen entwickelte ich eine eigene Lösung resp. einen Workaround..


                Der Workaround


                Der hier beschriebene Workaround nutzt die Zwischenablage um den Inhalt des Feldes in das Dokument zu übertragen. Er besteht grundsätzlich aus zwei Teilen:
                1. Vor dem Schliessen der DialogBox muss der Inhalt des benötigten Feldes kopiert werden.
                2. Das entsprechende Dokument wird mittels UI-Dokument geöffnet, der Feldinhalt eingefügt und gespeichert.


                Code im der Dialog-Maske


                Wir wollen vor dem Schliessen des Dokuments den Richtext-Content kopieren. Hierzu muss der Code im QueryClose angepasst werden:

                Sub Queryclose(Source As Notesuidocument, Continue As Variant)
                      Set sourceUiDocument = Source
                     
                      ‘navigiere zum gewollten Feld
                      Call sourceUiDocument.GotoField("Body")
                     
                      ‘kopiere den gesamten Inhalt in die Zwischenablage
                      Call sourceUiDocument.SelectAll()
                      Call sourceUiDocument.Copy()
                End Sub


                Lotusscript im Agent


                sendOk = ui.Dialogbox("DialogInstantMailingEdit", True, True, False, False, False, False, "Instant Mail Editor", email, True, False, True)
                'falls der User den Dialog mittels „OK“ geschlossen hat, muss der Inhalt übertragen werden
                If sendOk then
                      ‚Reload the docment
                      Set memoView = datenbank.Getview(„")
                      Set dokument = memoView.Getdocumentbykey(objKey(0), True)
                     
                      ‘zuerst muss das Dokument im UI geöfnet werden
                      Call ui.EditDocument(True, dokument)
                ‘dann wird der inhalt des Feldes gelöscht. Dies verhindert einen Prompt vom Notes welches darauf hinweist dass diese aktion nicht rükgängig gemacht werden kann.
                      Call ui.Currentdocument.Fieldclear("Body")'Prevents the dialog:"This operation cannot be undone"
                      Call ui.CurrentDocument.GotoField("Body")
                      Call ui.Currentdocument.Selectall()
                      Call ui.CurrentDocument.Paste()
                      Call ui.CurrentDocument.Save()
                      Call ui.CurrentDocument.Close()
                End If

                  Schweizer Gemeinden sollten nicht Dropbox verwenden

                  Alexander Weisser  14 May 2016 17:43:50
                  Schweizer Behörden, Gerichte, Gemeinden, Ämter, etc. sind an das Schweizer Datenschutzgesetz (Bundesgesetz über den Datenschutz (DSG) vom 19. Juni 1992; https://www.admin.ch/opc/de/classified-compilation/19920153/index.html) gebunden, genau so wie auch Schweizer Unternehmen. Zusätzlich sind bei Schweizer Behörden noch kantonale Datenschutzgesetze und Vorschriften und das strafrechtliche Amtsgeheimnis zu beachten. Damit ist gemeint, dass Gemeinden besonders vorsichtig mit ihren Daten umgehen müssen.

                  Allen diesen Vorschriften zum Trotz gibt es aber dennoch Gemeinden, die z.B. Dropbox für ihre Archive und offenen Dossiers verwenden. Dropbox ist ein praktisches Tool für Documentsharing. Es ist gratis und richtet sich vor allem an private User. Dropbox verwendet allerdings Server in den USA ("Storage servers are located in data centers across the United States.", Quelle: https://www.dropbox.com/en/help/7).

                  Warum sollte es denn ein Problem sein, dass Dropbox die Daten ihrer User in den USA hostet?

                  Die USA hat mit der Schweiz ein Safe Harbour Agreement (http://www.edoeb.admin.ch/datenschutz/00626/00753/00970/index.html?lang=de&download=NHzLpZeg7t,lnp6I0NTU042l2Z6ln1acy4Zn4Z2qZpnO2Yuq2Z6gpJCDdX98hGym162epYbg2c_JjKbNoKSn6A--), das es Schweizer Unternehmern und Behörden erlaubte, in den USA bei gewissen, zertifizierten Unternehmen Daten zu hosten. Es ist formell immer noch gültig, bringt aber nicht mehr viel. Am 6. Oktober 2015 hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) nämlich das gleichlautende Abkommen zwischen den USA und der EU für ungültig erklärt, da die USA den Datenschutzanforderungen der EU nicht genügen (http://curia.europa.eu/juris/document/document.jsf?text=&docid=169195&pageIndex=0&doclangÞ&mode=lst&dir=&occ=first&part=1&cid=316922).

                  Der Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte (EDÖB) hat in einer offiziellen Stellungnahme natürlich den notwendigen Schluss daraus gezogen: Das Safe Harbour Agreement zwischen der Schweiz und den USA ist demnach auch nicht mehr genügend für das Schweizer Datenschutzrecht, denn letzteres wird stetig an das europäische Datenschutzniveau angepasst. Der EDÖB ermahnt alle Schweizer Unternehmen und Behörden, dass "im Umgang mit modernen Kommunikationsmitteln die Verwendung bestimmter Tools und die Preisgabe persönlicher Daten stets wohl überlegt sein soll. Ist eine Auslagerung von Daten notwendig, sollten diese, wenn immer möglich, von europäischen Anbietern auf Servern im europäischen Raum gespeichert werden. Schweizer Unternehmen und Behörden, die Produkte und Dienstleistungen von US-Unternehmen in Anspruch nehmen, sollten Zusatzvereinbarungen zum besseren Schutz der betroffenen Personen und ihrer Daten treffen." (Quelle: http://www.edoeb.admin.ch/datenschutz/00626/00753/00970/01323/index.html?lang=de).

                  Solche "Zusatzvereinbarungen" sind allerdings ziemlich belastend. Folgende Zugeständnisse müssen dabei an die Personen gemacht werden, deren Daten in den USA gehostet würden:
                  "1. Personen, deren Daten in die USA übermittelt werden, müssen klar und umfassend über die möglichen Behördenzugriffe informiert werden, damit sie ihre Rechte wahrnehmen können. Der Vertrag zum Austausch von Personendaten sollte die beteiligten Parteien dahingehend verpflichten.
                  2. Die Parteien müssen sich verpflichten, betroffenen Personen die für einen wirksamen Rechtsschutz notwendigen Behelfe zur Verfügung zu stellen, entsprechende Verfahren tatsächlich durchzuführen und darauf ergehende Urteile zu akzeptieren. "
                  (Quelle: http://www.edoeb.admin.ch/datenschutz/00626/00753/00970/01320/index.html?lang=de)

                  Hinzu kommt, dass die meisten Gemeinden ja über gar keine vertraglichen Beziehungen zu ihren Bürgern verfügen, deren Daten sie mit Dropbox in die USA schicken. Das bedeutet, dass gar keine solchen Zusatzvereinbarungen abgemacht werden könnten, und dies selbst wenn die Gemeinde genügend rechtliches Verantwortungsgefühl zeigte.

                  Wenn eine Gemeinde daher ihre Daten in Dropbox bearbeitet, wird das über kurz oder lang datenschutzrechtliche Konsequenzen haben. Ausführlichere Erklärungen zum Thema Cloud Computing und Datenschutz gibt es in den Erläuterungen zu Cloud Computing des EDÖB (http://www.edoeb.admin.ch/datenschutz/00626/00876/01203/index.html?lang=de).

                  ATEGRA bietet die elektronische Geschäftskontrolle (eGeKo; www.egeko.ch) an, die Gemeinden eine Lösung bietet, die mit dem Problem von Dopbox konfrontiert sind. Einheitliche Softwarelösungen bieten Gemeinden Sicherheit davor, dass jeder einzelne Mitarbeiter nicht irgendwelche datenschutzwidrige gratis-Software verwendet. Für weitere Informationen stehen die Informatik-Ingenieure von ATEGRA gerne jederzeit zur Verfügung.

                    Things you have to think about, when you migrate away from IBM Notes

                    Gregor Weisser  8 January 2016 14:05:00
                    Plan for new solutions for your main workflow applications like
                    • expenses
                    • travel approvals
                    • absence approval workflows
                    • investment applications
                    • project application workflows
                    • management by objective workflows

                    Plan a solution for your multi user address books, like department address books.

                    Remember that migrating away from IBM Notes is not only migrating mail and calendar but also a wide set of applications.

                      Verhalten von Agenten bei Domino-Server-Neustart

                      Heinz Mathys  29 December 2015 10:55:28
                      Ich werde immer wieder von Kunden angefragt, weshalb der Agent XYZ am Tag X nicht lief, resp. zweimal lief. Anbei eine kurze Zusammenstellung der häufigsten Situationen.

                      Situation Server-Neustart, resp. Amgr-Task-Neustart

                      Das Verhalten ist so, dass bei einem Neustart der Domino-Server der Amgr-Taks die zeitgesteuerten Agenten prüft, ob der Agent bereits gelaufen ist. Abhängig davon startet der Amgr-Task den Agenten oder eben nicht. Falls der Domino-Server 'crashed' kann es sein, dass die Agenten-Info zum kurz zuvor durchgeführten Lauf nicht korrekt abgespeichert wurde (siehe z.B. swg21099248). Seit R7 kann man dieses Verhalten für täglich laufende Agenten mittels Notes.INI-Parameter "Amgr_SkipPriorDailyScheduledRuns" übersteuert werden.
                      Auszug aus der Hilfe zum Parameter "Amgr_SkipPriorDailyScheduledRuns=1":
                      In Notes Domino 7.0 a new notes.ini parameter was introduced which allows you to prevent daily scheduled agents from running when initially enabled.

                      Situation Design-Refresh

                      Vor R8 hatte man hierzu praktisch keine Möglichkeit das Verhalten gut zu steuern (siehe z.B. swg21090238). Ab R8 kann man den Notes.INI-Parameter DESIGN_AGENT_UPDATE auf "0" (Default) setzen, sodass ein Agent nach einem Design-Refresh nicht deaktiviert wird.
                      Auszug aus der Hilfe zum Parameter "DESIGN_AGENT_UPDATE=0":
                      In this case the design task will update the agent if the agent in the template is newer than the agent in the database.  After the update is complete the design task will re-enable the agent adding the previous signer to the "run on behalf of" setting in the agent security properties.
                      Leider gab es einen Bug hierzu (siehe SPR PALT842M2U) der dieses Verhalten wieder aufhob, d.h. falls nicht alle Agenten aus einer Schablone vererbt wurden, sondern aus verschiedenen, dann funktionierte das Flag nicht.