HCL Notes/Domino 12

Heinz Mathys 
29 May 2021
Seit dem Freitag 28.5.2021 können wir die Version 12 von HCL Notes/Domino testen.

Anbei die ersten Eindrücke:
  1. Positiv ist mir die Auswahl der letzten Volltextsuchen aufgefallen, da es bei der täglichen Arbeit schon ab und zu vorkommen kann, dass man wissen will "wie lautete die Suche von letztes Mal?":
    Image:HCL Notes/Domino 12
    Hinweis: Die Historie der Suche ist nicht DB-spezifisch. Es gibt weitere hilfreiche Suchoptionen, welche mittels Klick auf das Icon
    Image:HCL Notes/Domino 12verfügbar sind.
  2. Vorsicht: Gewisse Design-Elemente im Mail-Template sind mit einer User.ID signiert, für welche neue ECL-Berechtigungen erteilt werden müssen. Diese ECL-Berechtigungen können seit mehreren Jahren zentral gesteuert werden, weshalb es erstaunt, dass dies mit dem Update nicht automatisch in jedem Fall verteilt wird.
    Image:HCL Notes/Domino 12
  3. Personen, welche sich an die neue Darstellung der R11 Kalender-Einträge gewöhnt haben, werden sich wieder umstellen müssen. Personen mit älteren Versionen ist es eine kleinere Umstellung. Da jedoch viele Zeilen nun sichtbar sind, wird es auf kleinen Bildschirmen, resp. kleinen Auflösungen suboptimal.
  4. FT-Verzeichnisse sollten auf dem Domino-Server in separate Verzeichnisse ausgelagert werden, damit die 'normalen' User nicht verwirrt sind, da mit dem Notes 12 Client diese Verzeichnisse im Applikations-Öffnen-Dialog angezeigt werden.

Im Windows läuft der Client bisher stabil. Auf dem Mac gibt es Indizien, dass ab und zu ein Absturz erfolgt.


Native Unterstützung für Zwei-Faktor-Authentisierung (2FA) mittels einem zeitbasierten, temporären Einmalpasswort (
TOTP) steht nun zur Verfügung neben der Möglichkeit des Blockierens einer IP-Adresse, falls das Login (mehrfach) fehlgeschlagen ist (Fail2ban).
Für ein Teil der Administratoren erleichtert die native Einbindung von 'Let's Encrypt' die Administration, da damit automatisch ein aktuelles SSL-Zertifikat auf dem Server kostengünstig installiert und aktuell gehalten werden kann.


Die vollständige Liste der Neuerungen findet man bei HCL hier:
https://www.hcltechsw.com/products/domino/preview-of-hcl-domino-v12, resp je nach Bereich aufgeteilt:
Admin:.
https://help.hcltechsw.com/domino/12.0.0/admin/whats_new_in_domino.html
Designer:
https://help.hcltechsw.com/dom_designer/12.0.0/basic/wpd_whatsnew.html, inkl. Transaktions-Methoden, Support für "Bootstrap 4" und mehr Möglichkeiten Spalten in Tabellen zu verstecken.
Allgemeinde Infos zu Notes/Domino
https://www.hcltechsw.com/domino
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Drag and Drop von Anhängen aus Notes-Dokumenten nach Browser-Anwendungen - gelöst für Chrome und Firefox

Michael Klein 
5 March 2021
Immer mehr Anwendungen werden in die Cloud migriert und mit dem Browser bedient. Dabei bleibt es nicht aus, dass Benutzer Dateien via Drag and Drop in die Applikation im Browser ziehen wollen.
Diese Operation funktioniert in den meisten Fällen problemlos.


Im Fall von Dateien in Notes RichText-Feldern (z.B. Dateianhang im Mail) funktioniert dies aufgrund eines Bugs nicht.


Das Ergebnis einer solchen Operation ist eine leere Datei in der Anwendung im Browser (im folgenden Beispiel OneDrive).


Image:Drag and Drop von Anhängen aus Notes-Dokumenten nach Browser-Anwendungen - gelöst für Chrome und Firefox

Hier hat HCL in den folgenden Versionen für Abhilfe gesorgt:
  • Notes 9.0.1 FP10 IF8 (=FeaturePack 10, Interim Fix 8)
    Hinweis:
    für die Version 9 werden nur noch Interim Fixes bereitgestellt, keine FeaturePacks mehr
  • Notes 10.0.1 FP4
  • Notes 11.0

Damit die Korrektur aktiv wird, braucht es neben der richtigen Version des Notes-Clients (gem. Liste oben), zusätzlich den folgenden Parameter in der Notes.ini:


Disable_opt_drag_drop=1


Das Ergebnis nach dem Update des Clients und Aktivierung des Parameters:


Image:Drag and Drop von Anhängen aus Notes-Dokumenten nach Browser-Anwendungen - gelöst für Chrome und Firefox

Wichtig zu wissen:
Das Problem ist für Chrome und Firefox gelöst, besteht für Microsoft Edge aber weiterhin.


Das Problem ist im folgenden SPR dokumentiert: JVEKAR6GWT - Fix an issue with the Notes Client where Drag and Drop of an attachment from Notes to Chrome or Firefox browser would result in a 0 length attachment.  Requires notes.ini Disable_opt_drag_drop=1 to be set.

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Software für eine grosse Impfaktion

Gregor Weisser 
1 February 2021
Letzthin wurde ich gefragt: "Wie würdest Du die Impfaktion von allen Impfwilligen organisieren? Zum Beispiel im Kanton Zürich oder in sonst einer Region auf diesem Globus."

Ich würde eine Software bereitstellen, bei der sich jeder zuerst mal anmelden kann. Zu Beginn würde diese Software die Kriterien abfragen: Alter, Vorerkrankungen (z.B. Werte des Blutdrucks), Diabetes-Level, Grösse und Gewicht etc. Dann müsste man seine Personalien und seine E-Mail-Adresse angeben. Die Software ist so ausgestaltet, dass man mehrere Personen pro Haushalt bequem erfassen kann mit derselben oder mit unterschiedlichen Mail-Adressen. Ebenso kann man seine Eltern oder Grosseltern etc. erfassen. Damit hat man sich zuerst als Impfinteressent erfasst. Es wurde noch kein Impftermin gebucht.

Nachher erhält man regelmässig Infos, wann ungefähr die Impfung stattfinden kann (Woche resp. Monat). Ebenso eine Liste mit möglichen Orten (z.B. „In der Stadt X“ oder „in der Nähe Ihres Wohnortes“).

Die eigentlichen Impftermine werden zu Beginn - aufgrund der Knappheit der Impfdosen - verlost. Die Reihenfolge der Anmeldung spielt keine Rolle, aber die Anmeldung definiert die Risiko-Gruppen. Sobald genügend Impfstoff zur Verfügung steht, können die Kriterien verfeinert, ergänzt (z.B. "ich muss in vier Wochen eine beruflich notwendige Auslandsreise machen" oder "ich werde in eine WG einziehen, wo eine Risiko-Person lebt") oder schlussendlich ganz abgeschafft werden.

Die Impfwilligen erhalten einen möglichen Termin per E-Mail. Sie können ihn akzeptieren und im eigenen Kalender eintragen oder ablehnen. Falls sie ablehnen, landen sie im Pool der Impfwilligen und innert kurzer Zeit (z.B. innert Sekunden oder Minuten) wird ein neuer Termin vorgeschlagen.

Wenn der vorgeschlagene Termin akzeptiert worden ist, erhalten sie einen Reminder per E-Mail und/oder SMS einen Tag vorher sowie zwei Stunden vor dem Termin (zwei Stunden ist genug, um sich anzuziehen und hinzureisen).

Die Termine sind auf 5 Minuten genau einzuhalten, damit Warteschlangen-Bildung so weit wie möglich vermieden wird: Im Idealfall kommt man hin, läuft hinein, wird geimpft und verlässt die Lokalität nach wenigen Minuten. Wer zu spät kommt, muss wieder nach Hause und einen neuen Termin verlangen. Dies wird natürlich bereits bei den E-Mail-Remindern erklärt und hervorgehoben. Die Leute wissen es also, wenn Sie bei der Impf-Lokalität eintreffen.

Wer am Impftermine krank ist, kann im E-Mail auf einen Link „ich muss mich leider wegen Krankheit abmelden“ klicken und muss dort noch den Grund angeben (z.B. Habe Fieber). Die Person kann eine Karenzfrist angeben, z.B. "ich würde gerne in 6 Tagen wieder einen Terminvorschlag erhalten".

Die Grundprinzipien sind
a) frühe Anmeldung und Information der Impfwilligen (dies wäre schon ab Herbst 2020 möglich gewesen)
b) frühzeitige Triage in Risikogruppen via Web: Selbstbeurteilung und ggf. Überprüfung durch medizinisches Fachpersonal via Telefon
c) gerechte Verlosung der Termine
d) Verteilung des Ansturms auf verschiedene Termine
e) Vermeidung von Warteschlangen
f) einfache Kommunikation mit den Impfwilligen via E-Mail und Weblinks.

Interessanterweise hat eine Software für den Verkauf von Tickets an ein Konzert mit 30‘000 Teilnehmern bereits gewisse Eigenschaften, die hier nötig wären. Auch die Anmeldung an das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker hat einen Verlosungsalgorithmus drin.
So wie ich die eingesetzte Software verstanden habe, hat sie nur wenige der verlangten Qualitäten.

Meine Empfehlung: Wer solche und ähnliche Aktionen organisieren muss, sollte frühzeitig auch die notwendige Software planen. Bei einer Impfaktion sind nicht nur Lokalitäten, Personal und Impfstoff sondern auch die Software essenziell.

ATEGRA hat Fachleute, die wissen, wie man solche Software bereitstellt...
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EML-Dateien mit Notes-Client öffnen

Heinz Mathys 
27 November 2020
Jede Person, welche ab-und-zu mit EML-Dateien zu tun hat, wird sich vermutlich schon geärgert haben, dass der Notes-Client EML-Dateien nur im Lese-Modus anzeigt.

Für Mails, welche bereits versendet wurden (oder empfangen wurden) macht dies Sinn. Was ist jedoch mit einem Mail in Entwurf?

Ein Mail, welches noch nicht versendet wurde, wird meist mit dem EML-Attribut "X_Unsent" = 1 markiert. Je nach Mail-Client werden oder wurden auch andere Attribute verwendet.

Workaround: Es gibt von HCL, resp. früher von IBM eine Methode 'CorePostOpenExtension', welche erweitert werden darf. Dort prüft man, ob es ein Mail mit dem EML-Attribut  "X_Unsent" = 1 ist. Falls ja, kopiert man das Mail, entfernt das EML-Attribut und öffnet das eben kopierte Mail im Notes-Client, sowie schliesst das automatisch geöffnete Fenster mit dem urspr. EML-Mail.

Dieser Workaround (man könnte auch von einem Bug-Fix sprechen) ist im ATEGRA-Mail-Template integriert und die User können wie normalerweise erwartet arbeiten.

Damit dies im Standard Notes-Client in Zukunft berücksichtigt wird, finde ich es sinnvoll, wenn für die Idee gestimmt wird: https://domino-ideas.hcltechsw.com/ideas/NTS-I-1069
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Notes/Domino 11.0.1 Fix Pack 1 verfügbar!

Markus Haller 
4 August 2020
Der erste Fix-Pack von 11.0.1 wurde von HCL publiziert.
Image:Notes/Domino 11.0.1 Fix Pack 1 verfügbar!

Es sind einige Mac-Bug-Fixes dabei, weshalb dieser Update insbesondere für Mac-User interessant ist. Da auch xPage-Bugs korrigiert wurden (SPR# SPANBRHLFJ und SPR# MNAA9T3478) sollten auch Kunden mit xPages diesen FP prüfen.

Mit SPR# DHUSA5UFXQ wurde zudem das Drag&Drop-Verhalten von Mails in ein MS Word geändert (Zurücksetzen auf altes Verfahren mittels notes.ini EnableFileTransferDNDSupport=0 ist möglich).

Im Bereich Applikationsentwicklung gibt es einige Fixes im Bereich JSON-Bearbeitung in Lotus-Script und eine Fehlerkorrektur mit NotesUIDocument in Java.

Da praktisch jede Umgebung von den Bug-Fixes profitieren kann, lohnt es sich bei den meisten (oder gar alle?) Umgebungen auf 11.0.1FP1 zu aktualisieren.


Details zum Fixpack:
Notes/Domino 11.0.1 Fix Pack 1 Release Notice and Fix List
Details zum Release: 11.0.1:
HCL Notes and Domino 11.0.1 Release Notes (KB0077212)
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Was bedeutet eigentlich RADDical?

Gregor Weisser 
19 May 2020
Mit RADDical bezeichnen wir die bei ATEGRA meist verwendete agile Methode für die Software-Entwicklung.

RAD steht dabei für das bekannte Konzept des "Rapid Application Development" (siehe auch https://de.wikipedia.org/wiki/Rapid_Application_Development).

RADD steht dabei für Rapid Application Development & Deployment. Die Software wird nicht nur schnell entwickelt sondern auch schnell ausgerollt.

Damit agile Methoden in der Praxis umgesetzt werden können braucht es Voraussetzungen:

1. Der Wille aller Beteiligten agil zu arbeiten: Sowohl die Projektleitung(en), wie auch die Auftraggeberin(nen) und schliesslich auch die Software-Entwickler(innen) müssen agil arbeiten wollen.
2. Selbstverständlich müssen alle dazu das Vorgehen (die Methodik) und die Vorteile verinnerlicht haben.
3. Zumindest die Projektleitung und die Entwickler müssen die Methode aus eigener Erfahrung kennen
4. Die eingesetzten Tools müssen agiles Vorgehen unterstützen
 
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Digitalisierung dank Corona?

Gregor Weisser 
14 May 2020
Der Grad der Digitalisierung kann auf einer Skala von 0 bis 100% beschrieben werden: 0% = alles wird "analog" auf Papier übermittelt (handschriftlich oder mit der Schreibmaschine). 100% = alles wird digital übermittelt: es gibt keine Medienbrüche mehr. Der Mensch schreibt oder diktiert nur noch einmal, nämlich bei der Entstehung des Textes.

Image:Digitalisierung dank Corona?

Viele Medien berichten von einem kleinen Digitalisierungs-Boom während den "Corona-Wochen", in der Graphik unten als "Corona Bulge" markiert.

Image:Digitalisierung dank Corona?

Sobald ein zuverlässiger Impfstoff für alle Menschen zur Verfügung steht, beginnt die Post-Corona-Zeit.

Die Corona-Zeit dürfte nach unserer Einschätzung folgende Auswirkungen auf die Post-Corona-Zeit haben:

1. Beschäftigte im Dienstleistungssektor nutzen das Home-Office häufiger als vor der Corona-Zeit und tragen damit zu einer Reduktion des Pendlerverkehrs (Öffentlicher und Privater Personennahverkehr) bei.

2. Der verstärkte Einsatz von Online-Meeting-Software führt zu einer Reduktion der Geschäftsreisen, unter anderem per Flugzeug (Flugverkehr macht gemäss Bundesamt für Statistik rund 35% der Schweizer Personenkilometer aus).

Nach der Herden-Immunisierung durch Impfungen wird der Digitalisierungsgrad erstmal wieder etwas reduziert - aufgrund von Gewöhnung und Einübung aber auf ein höheres Niveau, als vor der Corona-Zeit. Was sich bewährt hat, wird weitergeführt. Zudem werden in der Post-Corona-Zeit weitere Digitalisierungsinitiativen von den veränderten Verhaltensweisen profitieren. Die Digitalisierung wird daher in der Folge schneller zunehmen, als es ohne Corona der Fall gewesen wäre.
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Was kommt neu im Notes-Client R11?

Heinz Mathys 
5 January 2020
Es gibt verschiedene Neuerungen im Notes-Client R11. Was gut oder schlecht ist möchte ich dem versierten Leser überlassen. Hier die wesentlichen Neuerungen zusammengefasst:

Neues modernes User-Interface
  • Aufgeräumte Aktionsleiste im Mail-Eingang: Weniger Icons, damit alles übersichtlicher ist.
  • Aufgeräumte Seitennavigationsleiste im Mail: Weniger oft benötigte Einträge wie SPAM-Ordner oder Papierkorb sind normalerweise zugeklappt
  • Client Status Notifikationen: Können neu über das Alarmglocken-Icon geöffnet werden
  • Verpasste Alarme: Können neu über das Alarmglocken-Icon geöffnet werden
  • Aufgeräumte Masken: Neue Kalender-Maske, neue Mail-Maske und neue Kontakt-Maske
  • Neues R11-Theme

Neue Funktionen
  • Besprechungen können nun länger als 24h dauern, sofern nicht nur der Client auf R11 ist, sondern auch das Mail-Template R11+ verwendet wird (Dies gilt auch für iNotes)
  • Export nach PDF: Voraussetzung ist, dass ein PDF-Printer im Betriebssystem installiert ist
  • Rechtschreibeprüfung: Jede vom HCL Notes-Client unterstützte Sprache kann nun verwendet werden
  • Unterstützung Drei-Klick-Support, damit wurde ein zusätzlicher Sicherheits-Layer bei Dateianhängen eingeführt.
  • Verbesserungen der Netzwerkstabilität, insbesondere bei Netzwerk-Wechsel
  • Verbesserung in der Sicherheit mit Unterstützung von TLS 1.2 bei SAML

Anmerkung: Die Aktionsleisten sind aufgeräumter und mittels Hover-Effekten (auch Mouse-Over-Effekt genannt) werden im Mail-Eingang gewisse zusätzliche Funktionen in der Zeile mit dem Mail auf der rechten Seite angezeigt, wie z.B. in einen Ordner verschieben und das Mail als ungelesen zu markieren. Dies ist beim Arbeiten mit der Maus praktisch. Da ich viel mit der Tastatur ohne Maus arbeite und deshalb den Hover-Effekt nicht wirklich nutze, waren für mich die Anpassungen mit den Hover-Effekten unangenehm. Zum Glück kann man das Mail-Template einfach anpassen, sodass ich z.B. weiterhin mittels Tastenkombination ALT-5 ein Mail in einen Ordner verschieben kann.
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Sicher ohne Passwort - FIDO2

Heinz Mathys 
29 November 2019
Das Ende des Zeitalters der Passwörter ist möglich. Kann wirklich auf das oftmals unbeliebte Passwort kann verzichtet werden?

Wie das geht?

Das Verfahren mittels FIDO2 ist bereits im Detail an verschiedenen Orten beschrieben worden. Dennoch anbei die wesentlichen Elemente der Lösung:
1.        Auf einem Sicherheitsschlüssel (auch Authenticator genannt), einem Stück Hardware wird der verwendete Schlüssel sicher generiert und abgespeichert.
2.        Pro Dienst hat jeder User einen separaten Schüssel (Public-Private-Key). Dabei sollte der Private-Key nicht auslesbar sein, weshalb eine separate Hardware hierfür elementar ist. Es ist zwar möglich dies auch mit einer Software-Lösung zu 'emulieren'. Es ist jedoch einfacher, dies mit geeigneter Hardware zu implementieren.
3.        Der User meldet sich mit einer One-Time-Password-Challenge im Hintergrund beim Dienst an, dies geschieht automatisch und der User merkt davon im Normalfall nichts.
4.        Der Dienst speichert sich den öffentlichen Schlüssel mit welchem die One-Time-Password-Challenge zwischen Client und Server validiert wird.

Mit FIDO2 könnte somit eine grosse Revolution in der IT-Branche eingeläutet werden.

Wichtige Funktionalitäten des Sicherheitsschlüssels:
1.        Der sogenannte Resident-Key sollte auf dem Sicherheitsschlüssel abgespeichert werden können. Ansonsten wird dieser Sicherheitsschlüssel beim Anbieter verschlüsselt abgelegt, womit ein wesentlicher Sicherheitsvorteil von FIDO2 verloren geht.
2.        Der Sicherheitsschlüssel sollte das User-Verification-Verfahren unterstützen. Dieses ältere Verfahren wird auch FIDO1 oder U2F genannt.

Nützliche Zusatzfunktionen:
1.        Generieren von Einmalpasswörtern nach dem OTP-Verfahren
2.        Einsatz als OpenPGP- Smartcard, resp. als Ersatz von Smartcards

Image:Sicher ohne Passwort - FIDO2

Die FIDO2-Schlüssel haben wir erhalten und ich warte nun gespannt auf die ersten Test-Läufe.

Wie formuliere ich was ich will? -- bei Anwendungssoftware

Gregor Weisser 
4 November 2019
Wir alle arbeiten mit Software. Wir alle benötigen Software für unsere Arbeit und auch privat.

Es gibt immer wieder Situationen, in denen wir sehen, dass die vorhandene, verfügbare Software nicht unsere Bedürfnisse abdeckt oder wir haben neue Aufgaben und benötigen dafür eine passende Anwendungssoftware.

Wie formuliere ich, was ich will?


Schritt 1: Objekte

Nun, zuerst sollte man sich klar werden, um welche Art von Informationen es sich handelt. Man überlegt sich, welche Objekte vorkommen. Dies können reale Objekte oder virtuelle Objekte sein.

Beispiele für reale Objekte sind:
  • Häuser, Wohnungen, Strassenabschnitte
  • Fahrzeuge
  • Menschen in den Varianten Gesuchsteller, Kunde, Lieferant, Partner usw.

Beispiele für virtuelle Objekte sind:
  • Gesuche
  • Rechnungen
  • Aufträge

Es ist eigentlich relativ einfach, die verschiedenen Objekte aufzulisten.

Schritt 2: Eigenschaften

Sobald man Klarheit über die Objekte hat, kann es weitergehen: Jetzt listen wir die Eigenschaften der verschiedenen Objekte auf, die für uns interessant sind. Ein Haus hat z.B. eine Adresse. Ein Gesuch hat ein Gesuchsdatum. All dies sind wichtige Informationen.

Wenn man das einmal definiert hat, verfügt man über eine gute Grundlage für die Informatiker, um gemeinsam eine optimale Lösung auszuwählen.

Schritt 3: Beziehungen

Wer Lust hat, kann noch weitergehen: Als Nächstes geht es darum, dass wir die Beziehungen zwischen den Objekten definieren. So gehört zum Beispiel eine Rechnung zu einem Auftrag.

Schritt 4: Listenansichten

Nun beschreiben wir alle Listen, die wir benötigen:
  • Liste aller Gesuche
  • Liste aller Rechnungen
Zu jeder Liste definieren wir die Spalten, das Auswahlkriterium (z.B. nur offene Rechnungen oder nur bezahlte Rechnungen) und auch die Sortierreihenfolge.

Mit den bis hier in Schritt 1 bis 4 erarbeiteten Informationen kann man sehr einfach mit einem Tool wie www.protogrid.com eine Applikation definieren, die dann auch sofort einsatzbereit ist. Lediglich die Business-Logik muss noch ergänzt werden. Business-Logik sind Regeln, wie auf welche Informationen reagiert werden soll.

Schritt 5: Prozesse

Es ist auch nützlich, dass wir Prozesse definieren. Beispiel: Wer erfasst was, wenn ein Aufrag eintrifft? Wie geht es anschliessend weiter? Man beschreibt die Arbeitsschritte, die zu einem Prozess gehören.

Das fertige Dokument ist eine hervorragende Grundlage für Informatiker. Diese können auf dieser Grundlage einen Lösungsvorschlag machen: Entweder eine Standard-Lösung einsetzen oder eine bestehende Lösung erweiteren oder eine neue Lösung entwickeln.

Gerne erklären wir Ihnen mehr zu diesem Thema. Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme mit dem untenstehenden Formular.
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